Zwischen Schuhen & Gassen

Heute geht es um die Stadt, in der hängende Schuhe auf goldene Gässchen treffen. Ach, schon erraten, wo wir uns befinden? Das ging ja schnell. Für alle noch Rätselnden: Wir sind in der tschechischen Hauptstadt.

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Mit Prag bringt man vieles in Verbindung. Berühmte Komponisten und Schriftsteller lebten hier, man denke nur an Smetana oder Dvořák  – oder eben Rilke, der auch einige Gedichte wie „Der Hradschin“ oder „Bei St. Veit“ schrieb, die in direktem Zusammenhang mit der tschechischen Hauptstadt stehen.

Damit sind wir auch gleich beim Thema: der Hradschin. Ja, das ist ein Muss bei einem Besuch. Besonders schön ist der Blick von diesem Gelände: ein Panorama, das die Stadt und die Moldau mit ihren Brücken einschließt.

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Das Goldene Gässchen, in der nichts goldfarben ist, man sich jedoch bei den Türen wie in einem Puppenhaus fühlt, ist ebenfalls dort zu finden. Niedrig sind sie, die Eingänge. Dann noch ein Abstecher in den Dom. Dieser glänzt von außen wenigstens etwas – im Gegensatz zum Gässchen.

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Wenn man Glück hat, kann man die Wache bei der Ablöse bebachten. Ansonsten gibt es immer noch die Möglichkeit auf historischen Wegen zu wandeln (Prager Fenstersturz).

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Auch das Jüdische Viertel ist sehr bekannt mit seinen unterschiedlichen Synagogen und Ausstellungsobjekten. Ein Besuch ist auch an Regentagen eine gute Alternative. Besonders sehenswert: die spanische Synagoge.

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Was man unbedingt probieren muss? Trdelník – ein Stockbrot, dass es mit Zucker und/oder Mandeln ummantelt gibt (etwa 3 Euro). Sehr gut! Auch die tschechische Cola, Kofola genannt, sollte getestet werden.

Die Karlsbrücke ist wohl einer der Klassiker von Prag. Allseits bekannt und auch besonders schön bei Nacht, wenn die Beleuchtung einem den Weg weißt.

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Entlang des Wenzelsplatzes kann man schlendern oder – wenn man Glück hat – den Buchladen entdecken, in dessen oberer Etage sich ein kleines Antiquariat für Noten (in verschiedenen Ausführungen und für unterschiedliche Instrumente) befindet.

Die Prager Aposteluhr am Rathaus ist ebenfalls speziell. Große Menschenmengen sind zu erwarten.

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Hoch über der Stadt baumeln sie: die Schuhe, über ein Seil geworfen. Ein richtiger Schuhliebhaber wird hier nicht auf seine Kosten kommen, sind die Modelle doch etwas … nennen wir es „von Wettereinflüssen gezeichnet“ und zudem nicht die ausgefallensten Paare. Dennoch: Für einen schönen Blick über die Stadt hält auch dieser Ort her.

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Wer das Kafka-Museum nicht besuchen will, weil er dessen Texte teilweise einfach nur seltsam und verstörend findet, für den ist vielleicht ein Opernbesuch im Nationaltheater eine gute Wahl. Ich habe mir „Die verkaufte Braut“ von Smetana angesehen. Diese komische Oper erinnert eher an eine Operette. Zu meiner Überraschung hing über der Bühne eine Leinwand, auf welcher der Text auf Deutsch und Englisch eingeblendet wurde. Ein ganz besonderes Erlebnis.

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Ein außergewöhnliches Erlebnis war auch eine Fahrt auf der Moldau – allerdings im negativen Sinne. Kaum hatte man das Boot bestiegen, hielt es auch schon wieder am Anlegeplatz. Gefühlte 20 Meter hin und her fuhr man. Nicht wirklich empfehlenswert.

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Abgesehen davon ist Prag besonders für einen Kurztrip geeignet. Mit dem Zug kann man beispielsweise ab München ohne Umstieg bis in die Hauptstadt fahren. Wer nicht bis nach Südbayern fahren will oder nördlicher wohnt, kann in Regensburg zusteigen.

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