Die Insel mit den zwei Gesichtern

Erst Schock und dann doch eine angenehme Überraschung: dass eine Insel beides schafft, habe ich bisher nicht erlebt. Ein Pauschalreisebericht über die zwei Gesichter von Fuerteventura.

Strand

Wer mir auf Facebook folgt, der hat es letzte Woche schon mitbekommen: Mein erster Kurztrip auf die Kanaren stand an, besser gesagt auf Fuerteventura. Pauschalreise, ja. Meist von Reisenden etwas verachtet, für den Erholungsurlaub dieses Mal jedoch genau richtig. Wer hier also Hosteltipps und Empfehlungen für alle Sehenswürdigkeiten erwartet, wird enttäuscht sein.

Schon im Vorfeld habe ich ein wenig recherchiert, wollte in paar Bilder und Erfahrungsberichte auf Blogs lesen. Doch leider gab es nicht ansatzweise so viele Artikel wie gewünscht (sogar echt wenig befriedigende), weswegen ich davon ausgehe, dass – sollte sich jemand auf die Kanaren verirren – wohl meist Gran Canaria und Teneriffa gewählt werden.

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Der Flug

Hin- und Rückflug legte ich mit SunExpress zurück. Noch nie zuvor damit geflogen, geschweige denn gehört. Der viereinhalbstündige Flug an sich war ganz ok, wenn man davon absieht, dass keine Getränke und kein Snack verteilt werden (alles kostenpflichtig!) und man an beiden Flughäfen länger warten musste als gedacht (sprich: Verspätung hatte), was mir als ungeduldiger Person schon etwas auf den Geist ging. Ratsam ist es allemal, sich vorher lieber ein Wasser oder Ähnliches am Flugahfen zu kaufen. Wer dann noch einen Mitreisenden vor sich sitzen hat, der seinen Sitz während des Fluges nicht nach hinten kippt, kann eigentlich nicht meckern.

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Das Hotel

Untergebracht waren wir im Barceló Jandía Playa, einem Hotel auf der Halbinsel Jandía, die im Süden von Fuerteventura liegt. Lediglich ein paar hundert Meter trennten uns vom Strand. Der Nachteil: Vom Flughafen dauerte es noch einmal etwa zwei Stunden mit dem Shuttlebus, bis das Ziel endlich erreicht war.

Das Hotel liegt etwas erhöht am Fuße eines Berges. Die Unterbringung kann ich nur weiterempfehlen: nettes Personal, sauberes und großes Doppelzimmer mit Balkon, zwei Pools, unglaubliches Buffet. Zudem konnte man den Strand in wenigen Minuten zu Fuß erreichen.

Da wir nur dreieinhalb Tage auf der Insel waren und Erholung im Mittelpunkt stand, waren wir nicht daran interessiert, auf der Insel entlangzufahren und Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Wer natürlich mehr Zeit hat und die ganze Insel erkunden will, sollte sich im Vorfeld ein Auto mieten.

Die Insel

Als wir den Flughafen anflogen, muss ich gestehen, dass ich schon etwas enttäuscht war – jedoch nur im ersten Moment. Die kahlen und braunen Berge, die wenigen Häuser – so hatte ich mir das trotz aller Vorrecherche nicht vorgestellt. Ich wollte zwar Sonne, Strand und Meer, jedoch auch Grün, also Palmen und Blumen.

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Meine anfängliche, leichte Enttäuschung verschwand jedoch recht schnell. In der Hotelanlage, genau wie in den Städten, fanden sich sowohl Palmen als auch Kakteen und Blumen. Der helle Sandstrand von Jandía Playa, der von der Straße durch ein Naturschutzgebiet getrennt wird (Salzwiese), war ziemlich breit. Kurz vor dem Steg, der durch die Salzwiesen zum Meer führte, konnte man Streifenhörnchen und grüne, papageienähnliche Vögel beobachten. Ach ja – die Streifenhörnchen sind kein bisschen scheu, lassen sich füttern und nicht nur an dieser Stelle finden.

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Am Wasser kann man bis nach Morro Jable laufen, einem weiter im Süden liegenden Städtchen (genauerer Bericht folgt). Diese Strecke ist etwas länger als wenn man auf dem befestigten Fußweg nach Jandía läuft und von dort weiter nach Morro Jable.

Wer selbst nicht surfen kann, hat die Möglichkeit, in der Nähe des Leuchtturms nicht nur Anfänger beim Wellenreiten zu beobachten. Ja, mich hat die Surflust auch gepackt. Irgendwann muss ich das definitiv mal ausprobieren.

Vom Hotel aus gibt es die Möglichkeit den Pico de la Zarza zu besteigen, der die höchste Erhebung der Kanareninsel ist (weitere Infos werden noch folgen).

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Was einpacken?

Auf den Kanaren herrscht zwar das ganze Jahr über mildes Klima, jedoch kann der Wind recht kühl werden.Wir hatten warmes Wetter (etwa 23-25 Grad), sind die meiste Zeit nur in Shorts und Top herumgelaufen. Eine winddichte Jacke sollte man denoch einpacken, genau wie Sonnenschutz (ja, Sonnenbrandgefahr) und eine Kopfbedeckung. Für den Berg zudem unbedingt festes Schuhwerk. Wer Badeklamotten vergisst, kann sich auch ohne in die Wellen stürzen. Wirklich auffallen würde man am Strand nicht. Für alle anderen gibt es überall in den Shops welche zu kaufen.

Auch wenn es komisch klingt und ich definitiv – wie bereits erwähnt – das Grüne liebe, so gewöhnt man sich schnell an die kahle Landschaft auf der einen Seite und dem unglaublichen Strand auf der anderen Seite. Das türkisfarbene Meer sowie die Palmen überzeugen vollkommen und lassen Urlaubsfeeling aufkommen. Wie seht ihr das?

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