Wo Deutschland am schönsten ist

Deutschland, mein Heimatland, ist facetten- und abwechlsungsreich. Mit Küste und Bergen, kleineren und größeren Städten, Hügeln und Flachland – und 16 Bundesländern. Doch wo ist dieses Land am schönsten?

Ein kurzer Gedanke und schon tippten meine Finger „Deutschland“ in das Kommentarfeld. Christina von Trip To The Planet hat zur großen Europa-Blogparade aufgerufen – und ich darf mein Heimatland vertreten. Eine ziemliche Bürde schon fast, die ich mir da aufgeladen habe. Hier eine kleine Liebeserklärung.

Rosenau1

Ich komme aus dem wunderschönen Franken, war bisher aber nicht nur in Bayern unterwegs. Meine Reisen haben mich schon in die unterschiedlichsten Städte geführt, wobei ich noch lange nicht behaupten kann, viel von Deutschland gesehen zu haben. Dennoch – ein wenig konnte ich schon kennenlernen.

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Hamburg besuchte ich vor zwei Jahren für ein paar Tage und habe mich gleich in die Speicherstadt mit ihren tollen Fassaden und Gebäuden verliebt. Nach München bin ich erst im Februar gefahren, in Nürnberg wohnte ich sogar einmal für sechs Wochen während einer Praktikums.

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In Weimar absolvierte ich vor fast sieben Jahren eine Eignungsprüfung für ein Musik-Lehramtsstudium und in Leipzig besuchte ich den Zoo mit seinem schönen Tropenhaus, das ein kleiner Dschungel inmitten der vielen Gehege ist. Stralsund erlebte ich während der Fahrt auf die Insel Rügen schon sehr früh am Morgen und frühstückte dort in einem wirklich instagram-tauglichen Café, auch wenn ich davon gar kein Bild für Social Media schoss.

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In Kassel war ich auf einem mehrtägigen Kongress, wo ich auch mal Zeit hatte, einen Abstecher in die Stadt zu machen. In Jena ging ich shoppen, in Berlin verbrachte ich mit Freunden ein Wochenende – und ein paar Jahre früher war ich ein paar Tage mit der Schulklasse dort. Lübeck überzeugte mich bei einem Tagestrip nicht wirklich, ebenso wenig wie Würzburg. In Bamberg habe ich mehrere Jahre studiert und ich wohne immer noch im schönen Oberfranken.

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Warum Franken keine Bayern sind

Ja, ich gebe es zu: Wir Franken sind schon etwas eigen, wenn es um unsere Bezeichnung geht. Mit „Bayer“ geben wir uns nicht zufrieden, auch wenn Franken natürlich zu Bayern gehört. Bei einem „richtige/n Bayer/in“ kommt mir folgendes Bild in den Kopf: Ein Mann bzw. eine Frau in Tracht, also in Lederhose bzw. Dirndl – und dem bayerischen Dialekt mächtig. Nicht, dass wir in Oberfranken nicht auch einen Dialekt hätten (und eigentlich ist es mehr als einer). Dabei möchte ich jedoch behaupten, dass viele gar nicht mehr ihren Dialekt vollkommen sprechen. Lediglich einige Worte sind geblieben, die sich im alltäglichen Sprachgebrauch wiederfinden.

„T“ wird also zum „D“ und ein hartes „P“ zum „B“ im täglichen Dialog. Eine „Lädschn“ ziehen bedeutet, dass jemand mit einem alles andere als freundlichen Gesichtsausdruck herumläuft. Er zeigt Missmut. Die „Kärwa“ ist eine Kirmes beziehungsweise Kirchweih und ein „Fregger“ meist ein Kind, bei dem man sich lieber in Acht nehmen sollte. Und so geht das kontinuierlich weiter.

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Wo es mich auf jeden Fall noch hinzieht

Meist vergessen wir ja die schönen Stellen im eigenen Heimatland, schweifen in die Ferne und fliegen hunderte und tausende Kilometer, um einen bestimmten Ort zu erreichen. Dabei liegt das Gute – wie man so schön sagt – doch gar nicht so weit.

Auch ich habe noch Ziele innerhalb Deutschlands im Kopf, die ich einmal besuchen möchte. Welche das sind? – Nun, da wäre beispielsweise Bremen, dessen Schnoorenviertel es mir schon von Bildern her angetan hat: die engen Gassen, die Fassaden – ein Traum für mich als bekennende Fassaden-Liebhaberin. Oder Dresden. Ein Trip in die Sächsische Schweiz inklusive einem tollen Bild von der Basteibrücke. Oder ein Wanderurlaub in den Bergen in Süddeutschland , natürlich inklusive eines – oder mehrerer – Bergseen. Die Liste ließe sich bestimmt endlos weiterführen. Was jedoch schon auffällt: Deutschland ist vielseitig. Mit Meer und Seen, mit Bergen und Flachland, mit Städten und kleinen Dörfern. Mit Burgen und Schlössern, mit Flüssen und kleinen Rinnalen.

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Wo Deutschland am schönsten ist

Hier eine Entscheidung zu treffen, wo unser Heimatland am schönsten ist, wäre wohl etwas fatal. Ihr Leser würdet mir vermutlich haufenweise widersprechen – und das zu Recht. Ich glaube, dass Deutschland dort am schönsten ist, wo man sich wohlfühlt. Das kann seine Heimatregion sein, sein aktueller Wohnort. Wo Freunde und Familie leben. Wo es einen besonders tollen Menschen gibt.

Es kann aber auch ein Ort sein, mit dem man schöne Erinnerungen verbindet. Oder aber eine Stelle, dessen Landschaftsbild man besonders mag, oder die Möglichkeiten, die dieses bietet. Wahrscheinlich hat die eigene Entscheidung auch damit zu tun, was man als Heimat empfindet, als Ort des Angekommenseins und als Zuhause. Denn macht nicht das Gesamtpaket aus Menschen, Erfahrungen und Landschafts-/Ortbild den perfekten Ort aus?

Für mich hat Deutschland nicht nur einen schönsten Platz, ist für mich aber das schönste Land, da die Kombination aus Heimat, Menschen und Erfahrungen stimmt. Es ist der Ort, wo ich mich zuhause fühle und gerne wohne. Bleibt also nur die Frage zu stellen: Wo ist für euch Deutschland am schönsten?

 

 

 

 

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